Vergissmeinnicht: Omega-3-Fettsäuren, Cannabidiol oder Cannabis gegen Alzheimer?

Vergesslichkeit, Unsicherheit, Misstrauen: Derzeit leiden in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen unter der Alzheimer-Krankheit beziehungsweise unter Alzheimer-Demenz. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sollen es 2050 doppelt so viele sein. Hauptsächlich betroffen sind Menschen ab dem 65. Lebensjahr. Doch auch bei einem 27-Jährigen Patienten musste die „chronische Vergesslichkeit“ schon diagnostiziert werden. Neben dem Vergessen – vor allem das Kurzzeitgedächtnis wird bei den Betroffenen schnell in Mitleidenschaft gezogen – sind auch irgendwann die einfachsten Abläufe, wie den Fernseher anzuschalten oder ein Telefon zu benutzen, schlichtweg verlernt. Es beginnt mit Gedächtnislücken und endet nicht selten mit dem Schwund der kognitiven Fähigkeiten und der eigenen Persönlichkeit. Des Weiteren leiden Patienten häufig unter zusätzlichen Depressionen oder Angstzuständen. Angehörige stehen hilflos der Situation gegenüber.

 

Glücklicherweise werden derzeit viel Zeit und Ressourcen in die Demenz-Forschung investiert. Wie entsteht Alzheimer? Lässt es sich vorbeugen? Ist es vererbbar? Schon in zehn Jahren soll es möglicherweise Impfungen gegen Alzheimer geben. Doch was kann man heute bereits tun, um der „chronischen Vergesslichkeit“ entgegenzuwirken? Können zum Beispiel Omega3-Fettsäuren, Cannabidiol oder Cannabis gegen Alzheimer präventiv wirken beziehungsweise den rasanten Fortschritt der Krankheit hinauszögern? 

 

Alzheimer-Studien

Im Gehirn der Betroffenen werden laut zahlreicher Studien Nervenzellen und die Übertragungsstellen dazwischen beschädigt beziehungsweise zerstört. Grund dafür sollen Eiweißablagerungen (Amyloid Beta 42) zwischen den Neuronen sein. Diese nennen sich auch „Amyloid-Plaques“. Bei Tierversuchen der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes soll festgestellt worden sein, dass die Bildung des Alzheimer erregenden Amyloid Beta 42 durch Omega-3 Fettsäuren (DHA) verringert wird. Kleine Dosen des Cannabis-Wirkstoffs THC sollen laut einer Studie der Univerity of South Florida die Produktion von Thebeta-Amyloid-Proteinen, die für die Plaques-Bildung im Hirn verantwortlich sind, blockieren. Im Gegensatz zu Cannabis ist Cannabidiol zwar THC-frei, aber dafür auch rezeptfrei erhältlich und ohne psychoaktive Wirkung. Für den Einsatz von CBD gegen Alzheimer sprechen die folgenden Studien:

Chronic cannabidiol treatment improves social and object recognition in double transgenic APPswe/PS1∆E9 mice (D. Cheng et. al, 2014) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24577515

Cannabidiol reduces Aβ-induced neuroinflam- mation and promotes hippocampal neurogenesis through PPARγ involvement (G. Esposito et. al, 2011) http://europepmc.org/articles/PMC3230631

 

Fazit: Weder CBD noch Cannabis noch Omega3-Fettsäuren können Alzheimer heilen. Laut zahlreicher Studien sollen diese vermeidlichen Wirkstoffe jedoch die Produktion der im Gehirn Amyloid-Plaques bildenden Eiweißablagerungen entgegen wirken. Die Einnahme sollte ggf. unterstützend erfolgen und – wenn auch z.T. rezeptfrei – unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden.

 

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