CBD-Wirkung: So arbeitet das Multitalent im menschlichen Körper

Wie wird Cannabidiol in der Medizin angewandt? Wie wirkt CBD im menschlichen Körper? 

  • Schmerzlindernd?
  • Entkrampfend?
  • Angstlösend?
  • Entzündungshemmend?

Die Wirkungsmechanismen des CBD (Cannabidiol) sollen vielfältig sein. Berauschende, psychische Wirkungen wie die des in Haschisch enthaltenen Cannabidoids THC gehören jedoch nicht dazu. CBD ist ein Pflanzenextrakt, der vor allem in dem in der Landwirtschaft legal angebauten Faserhanf vorkommt. Es soll weit mehr als zehn verschiedene Wirkmechanismen aufweisen, von denen einige im Folgenden vorgestellt werden.

Cannabidiol in der Medizin: Das sagt der deutsche Hanfverband über die CBD-Wirkung

CBD als Arzneimittel findet Anwendung bei den verschiedensten Erkrankungen. Laut des Deutschen Hanfverbands wirkt CBD u.a. entkrampfend im Körper und wird in der Medizin zum Beispiel in Form des Medikaments Sativex eingesetzt bei Patienten mit Spastiken oder MS. Dieses Mittel enthält sowohl CBD als auch THC. Außerdem werde CBD insbesondere bei Epilepsie-Patienten angewandt. In den USA ist z.B. seit 2013 das Medikament Epidiolex zugelassen zur Behandlung schwer behandelbarer Epilepsie-Erkrankungen bei Kindern.

Auch in Israel wurde im Rahmen einer Studie für 74 Kinder und Jugendliche, bei denen herkömmliche Epilepsie-Behandlungsmethoden versagten, auf CBD gesetzt und die Patienten durchschnittlich 6 Monate lang mit CBD-Öl behandelt (Mischungsverhältnis von CBD und THC 20:1). Das Ergebnis: Bei knapp 90% war eine Anfallsverminderung zu erkennen.

Des Weiteren werde die entzündungshemmende Wirkung von CBD bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Arthritis und Asthma genutzt. Außerdem wirke Cannanbidiol angstlösend wie der bekannte Arzneistoff Diazepam. Es helfe gegen Übelkeit und besäße neuroprotektive und antibakterielle Eigenschaften.

CBD kann in Deutschland als Arzneimittel vom Arzt verschrieben und mit Rezept über die Apotheke bezogen werden. CBD als Nahrungsergänzungsmittel ist in Deutschland bereits frei am Markt verkäuflich.

Quellen – Mehr dazu lesen Sie hier:
Cananbidiol als Medizin (Deutscher Hanfverband)
CBD bei Arthritis (Satipharm Blog)
CBD bei Epilepsie (Satipharm Blog)
Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial

Wo die zahlreichen CBD-Wirkmechanismen im Körper stattfinden bzw. welche Funktionen und Bereiche sie im Körper beeinflussen können, zeigt die folgende Grafik noch einmal deutlich:

Infografik wie wirkt CBD 

1. Gegen Übergewicht und Übelkeit: CBD und der Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-Rezeptor)

CBD blockiert den CB1-Rezeptor und damit mehrere Wirkungen des THC, die über diesen Rezeptor vermittelt werden. So soll CBD die Steigerung der Herzfrequenz und die Zunahme des Appetits hemmen. In der Heilkunde schätzt man diese Wirkungsmechanismen, z.B. bei der Behandlung von Übergewicht.
 

2. Antipsychotischer Effekt: Beeinflusst CBD die Anandamid-Aufnahme?

Die in klinischen Studien beobachtete antipsychotische Wirkung von CBD bei Patienten mit Schizophrenie wird auf eine Erhöhung des Anandamid-Spiegels z.B. im Nervenwasser bzw. im Gehirn zurückgeführt. Dies könnte darauf beruhen, dass Cannabidiol die Aufnahme und den Abbau des Endocannabinoids Anandamid hemmt und damit die Konzentration insgesamt steigert. Da Anandamid beide Cannabinoidrezeptoren aktiviert, könnte die CBD-Gabe die Aktivierung fördern und die antipsychotische Wirkung entfalten.
 

3. Schmerzlinderung möglich: CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor Typ 1

CBD könnte Schmerzen lindern, indem es den vor allem auf Nervenendigungen vorkommenden Vanilloid-Rezeptor vom Typ 1 stimuliert. Dieser soll als Schmerzrezeptor fungieren und wird durch CBD etwa so stark angeregt wie Capsaicin, das in verschiedenen Paprikasorten vorkommt und für die geschmackliche Schärfe verantwortlich ist.
 

4. Kampf den Hirntumor-Zellen? CBD beeinflusst den Vanilloid-Rezeptor Typ 2

CBD soll weiter die Vermehrung von bestimmten Hirntumor-Zellen hemmen, indem es die Autophagie genannte Form der Zellzerstörung durch einen Mechanismus induziert, der vom Vanilloid-Rezeptor 2 abhängt.
 

5. CBD aktiviert die Glycinrezeptoren - Contra für chronische Schmerzreize?

Die Reduktion entzündlicher und neuropathischer Schmerzen durch CDB untersuchten Forscher an Tieren im Rahmen einer medizinischen Studie. Sie folgerten aus den Studienergebnissen, dass die Wirkung des CBD auf den Glycinrezeptor für die Unterdrückung chronischer Schmerzreize verantwortlich oder mitverantwortlich ist. Der Glycinrezeptor findet sich hauptsächlich in Nervenzellen. Nach Aktivierung dieses Rezeptors tritt eine Verminderung der Erregbarkeit dieser Nervenzellen auf, so dass man sich gut vorstellen kann, dass bei einer Aktivierung von Glycinrezeptoren auch in Nervenzellen, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind, Schmerzen reduziert werden könnten.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag: CBD gegen chronische Schmerzen?

6. Zielt auf bessere Durchblutung: CBD als Signalverstärker für Adenosin?

CBD verstärkt die Signalgebung durch Adenosin im Körper. Adenosin übt eine Anzahl von Wirkungen im Körper aus. So blockiert es unter anderem die Ausschüttung aller aktivierenden und belebenden Botenstoffe im Nervensystem, der Neurotransmitter, wie beispielsweise Dopamin, Acetylcholin und Noradrenalin. Dies bewirkt beispielsweise eine Weitung der Blutgefäße. Auch einige entzündungshemmende Wirkungen von CBD könnten auf diesem Wirkmechanismus beruhen.
 

7. Könnte Angst lösen: CBD bindet sich an den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A

CBD bindet an den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A. Er ist im Gehirn und Rückenmark für Lernvorgänge, die Regulierung der Körpertemperatur und andere Effekte verantwortlich. Seine Aktivierung durch bekannte Medikamente, wie Buspiron, macht man sich bereits heute in der Medizin aber auch zur Behandlung psychischer Erkrankungen zu Nutze, darunter Angstzustände und Depressionen. Seine Aktivierung könnte zu den angstlösenden Wirkungen des CBD beitragen.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Winter-Depression: CBD bei saisonalem Stimmungstief

8. Wirkt so gut wie Vitamin C und E: CBD fängt freie Radikale

Cannabinoide, einschließlich CBD sollen wirkungsvolle Antioxidantien sein, also Fänger freier Radikale. Es ist belegt, dass CBD oxidativen Schädigungen durch H2O2 (Wasserstoffperoxid) ebenso gut oder besser vorbeugt als Vitamin C oder Vitamin E.

Quelle: Wie wirkt Cannabidiol im menschlichen Körper?, Dr. med. Franjo Grotenhermen, www.Hanfjournal.de, 19. Juni 2015


Fazit: Viele positive Wirkmechanismen werden mit Cannabidiol in Verbindung gebracht. Ob schmerzlindernd, angstlösend oder durchblutungsfördernd: Es ist zu hoffen, dass Forschung und der Einsatz des natürlichen Pflanzenwirkstoffs in der Heilkunde weiter voranschreiten. Fakt ist, CBD ist nicht länger nur Insidern bekannt und bereits heute als Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei in Apotheken oder über Amazon.de erhältlich.


 

CBD Kapseln kaufen