CBD zur Behandlung von Epilepsie? Das belegen Studien

Cannabidiol (CBD) zur Behandlung von Epilepsie ist derzeit in aller Munde. Dabei wurde bereits in den 1980er Jahren die Wirkung von CBD auf unter Epilepsie leidenden Patienten untersucht. Doch was kann CBD tatsächlich ausrichten gegen die Krampfanfälle, die sowohl Mensch als auch Tier erleiden können?

Bei der klassischen Behandlung von Epilepsie werden krampfunterdrückende Medikamenten verabreicht. Cannabidiol hingegen soll vorher ansetzen und laut zahlreicher epidemiologischen Studien dazu beitragen, dass diese Krampfanfälle weniger oft auftreten, schränken sie das Alltagsleben und die Lebensqualität der Betroffenen doch stark ein.


Schon in der chinesischen Medizin wurden Cannabinoide zur medikamentösen Behandlung verwendet. Und auch bereits im Mittelalter soll es gegen Epilepsie eingesetzt worden sein.

Da es jedoch verschiedene Arten von Epilepsie gibt (Schläfenlappenepilepsie, Stirnlappenepilepsie, Scheitellappenepilepsie, Hinterhauptslappenepilepsie etc.) ist vorweg ganz klar zu sagen ist, dass es kein alleiniges Allheilmittel für alle Betroffenen und alle Arten von Epilepsie geben kann.

CBD bei Epilepsie – klinische Studien

In der Vergangenheit gab es eine Reihe klinischer Studien, die die Wirkung von CBD zur Behandlung von Epilepsie untersuchten. Eine davon war die klinische Studie „Chronic administration of cannabidiol to healthy volunteers and epileptic patients“ (Cunha JM, Carlini EA, Pereira AE, Ramos OL, Pimentel C, Gagliardi R, Sanvito WL, Lander N, Mechoulam R (1980) Pharmacology 21:175–185), die bereits vor über 35 Anhaltspunkte dafür fand, dass CBD die Häufigkeit der auftretenden Krampfanfälle reduzieren kann. Dazu wurden acht gesunde Probanden sowie 15 Probanden mit nachweislich diagnostizierten generalisierten epileptischen Anfällen und deren Reaktionen auf CBD untersucht. Den betroffenen Probanden wurden viereinhalb Monate lang täglich 200-300 mg CBD verabreicht, während einer Testgruppe Placebos verabreicht wurden.

Wöchentlich wurden neurologische Untersuchungen, Blut- und Urinanalysen und  EEGs vorgenommen. Das Resultat: vier betroffene Probanden haben während der Studie keine Krampfanfälle erlitten, bei drei Probanden war eine erhebliche Verbesserung zu verzeichnen.

Eine weitere klinische Studie, durchgeführt von israelischen Wissenschaftlern, die in der Zeitschrift "Seizure" publiziert wurde, untersuchte drei  Monate lang die Wirkung von CBD auf 74 Jugendliche, die an schwerer Epilepsie erkrankt waren. Laut dieser Studie soll die Einnahme von CBD die Häufigkeit von Anfällen bei 89% der Probanden signifikant reduziert haben: "Die Ergebnisse dieser Multizenterstudie über die Therapie mit CBD bei schwer behandelbarer Epilepsie bei einer Population von Kindern und Jugendlichen sind vielversprechend. Weitere prospektive, gut gestaltete klinische Studien mit CBD-reichem medizinischen Cannabis sind gerechtfertigt."

Fazit: Die Resultate der hier vorgestellten Studien sind also vielversprechend, es werden in Zukunft jedoch noch viele weitere Studien zur Wirkung von CBD bei Epilepsie folgen müssen. Ein Einheitsrezept für die Behandlung aller Betroffenen wird es auch dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben können. Nichts desto trotz sprechen die Ergebnisse der Studien für sich.

 

 Zu den Studien:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26800377

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... und wenn Sie noch mehr erfahren möchten über CDB: Im Folgenden haben wir für Sie eine Sammlung der 49 renommiertsten Studien rund um Cannabidiol als PDF zum kostenlosen Download bereitgestellt: 

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